der positiven Gedanken" hieß ein Bericht der Zeitschrift "Laura" (31/2010) oder anders ausgedrückt: mit positiven Affirmationen Ziele erreichen. Man soll Gewünschtes in einen kurzen Satz packen und mehrmals täglich wiederholen, z.B. "Ich esse gerne Obst und Gemüse" oder "Ich bin gelassen. Wichtig sei die positive Formulierung, denn ein "Ich esse KEINE Schokolade mehr" kann durch die Vorstellung von "Schokolade" Begehr erwecken - ob "keine" davor steht oder nicht ...Ich stellte mir nun Laura-Leserinnen vor, die sich begeistert ein paar Sätze zu recht legten, um sich auf Sport zu freuen, es lieben, Reden zu halten und endlich ihr Wunschgewicht hatten. Schmunzelnd stellte ich mir weiter vor, wie die meisten Leserinnen beim Zuklappen des Magazins bereits die guten (Vor)Sätze vergessen hatten. So viel zum Thema "sich umprogrammieren durch konsequentes Üben".
Mir fiel das Buch: Der Glücks-Faktor – warum Optimisten länger leben vom Begründer der Fachrichtung "Positive Psychologie wieder ein. Professor Martin E. Seligman übte an einer Stelle deutliche Kritik am Konzept des Positiven Denkens: „Positives Denken besteht oft darin, sich Dinge einzureden wie "Jeden Tag, in jeder Weise geht es mir besser und besser" und das auch – ohne jeden Beweis oder trotz dagegen sprechender Beweise – zu glauben." Fairerweise möchte ich noch ergänzen, dass es selbst aus der Laura-Redaktion kritische Stimmen gab.
Aller Kritik zum Trotz steckt im Positiven Denken mit Sicherheit auch ein Körnchen Wahrheit. Will man etwas verändern, ist es gut, sich Alternativen zu suchen. Und wer positiv formuliert, liegt generell richtig - in der eigenen Gedankenwelt und in der täglichen Kommunikation. Ich stelle immer wieder fest, dass es durchaus eine Rolle spielt ob auf ein "Danke" mit einem "gern geschehen" oder mit "kein Problem" geantwortet wird. Mehr dazu im Artikel: "magische und tragische Worte".
© Text: Gluexkeks - Bild "Gesund macht glücklich" von flopps / pixelio.de












