Sonntag, 7. Februar 2010

Ein Freund, ein guter Freund ...

...Ein Freund, ein guter Freund - Freundschaft das ist das Beste, was es gibt auf der Welt. Ein Freund bleibt immer Freund und wenn die ganze Welt zusammenfällt. Drum sei auch nie betrübt, wenn dein Schatz Dich nicht mehr liebt. Ein Freund, ein guter Freund, das ist der größte Schatz, den’s gibt ... Das war der Songtext von einem richtig antiken Ohrwurm aus dem Film "Die Drei von der Tankstelle". Hören Sie mal rein: Lied: Ein Freund, ein guter Freund

Im Vergleich zu damals ist der "Freunde"-Begriff inflationär geworden. "Freunde einladen" - statt zu sich nach Hause wird das Social Network im Internet erweitert. Hundert "Freunde" in der virtuellen Kontaktliste sind keine Seltenheit. Bis zu zwei Stunden am Tag und mehr kommunizieren aktive Nutzer via Facebook, studiVZ, Lokalisten & Co - Zeit, die für echten Austausch von Mensch zu Mensch fehlt. Bei meinen Recherchen stieß ich auch auf den Ausdruck "Facebook süchtig" und finde jede Menge psychologische Therapieinfos. Heile Welt wo bist Du?

Gute Freunde sind die größte Quelle für Glück und Wohlbefinden fand eine Umfrage der Bertelsmann-Stiftung heraus. Mit 64% hat der "Faktor" Freunde einen fast größeren Einfluss als eine Partnerschaft mit 63% (PDF). Freunde vermitteln ein Gefühl von Sicherheit und Stabilität und wie es in dem Songtext oben schon heißt: Partnerschaften können scheitern, Freunde bleiben. Vorausgesetzt, man verletzt das Vertrauen nicht, denn das ist die Basis jeder Freundschaft lese in der Januar-Ausgabe des dm-Magazin.

"Gleich und gleich gesellt sich gern" - ähnliches Alter, Lebenssituation, Interesse und Einstellungen. Auch "Gegensätze können sich anziehen", um voneinander zu lernen. Freundschaften gibt es schon seit jeher. Deutliche Unterschiede gibt es bei den Beste Freundinnen - Frauen FreundschaftGeschlechtern: Freundinnen führen vertrauliche "face to face" Gespräche. Bei Männer-Freundschaften stehen Aktivitäten mehr im Vordergrund. Man sagt auch: Männer gehen "side by side" durchs Leben.

Im "Freundschafts"-Special des dm-Magazins wurde allerdings ein Aspekt geschickt umgangen. Vorgestellt wurden nur gleichgeschlechtliche Freundschaften. Es heißt: "Eine Freundschaft ist etwas Ähnliches wie eine Liebesbeziehung, nur ohne Exklusivitätsanspruch und Sex". Eine Frage, die sich aufdrängt: Gibt es zwischen Mann und Frau eine emännlich weiblich Symbolchte Freundschaft? Ich sage ja. Allerdings habe ich auch schon erlebt, dass von einer Seite dann doch plötzlich Gefühle entstanden. Das kann, muss aber nicht sein. Dann gibt es noch die Klaus Lage Variante. Ohje, ich glaube, ich habe einen neuen Ohrwurm:
Lied: Tausend mal berührt
...


Artikel "Ein Freund, ein guter Freund"
... einstellen bei ... Yigg.de ... Webnews.de
... bookmarken bei ... Mr. Wong ... Google ... Oneview



© Text: Gluexkeks - Bild "Begrüßung" von hofschlaeger und "Freundinnen" von luce / pixelio.de

Montag, 1. Februar 2010

Fun Theorie - was Spaß bewirken kann

Im Herbst letzten Jahres tauchten auf Youtube "Fun Theory"-Videos auf, die zeigen, wie man mit Spaß Menschen zum richtigen Handeln bewegen kann. Sollte es bei Ihnen noch nicht Klick gemacht haben, hier das beliebteste Video "Piano Stairs":



66% mehr Leute als normal entschieden sich gegen die Rolltreppe und nahmen die normale Treppe, denn mit Piano-Stufen macht das Treppen steigen auf einmal Spaß. Haben Sie gesehen mit welch kindlicher Freude der ein oder andere über die Tasten tanzte, die mutig erkundende ältere Dame oder Mutter und Sohn, die von oben lachend zurück guckten? Ich sag nur eins: Der Mensch, ein spielendes Wesen. Mehr dazu im Artikel: Spielen – nur was für Kinder?

Sie möchten noch mehr "Fun Theory"-Videos sehen? Bitteschön:
Video: Abfalleimer
mit integriertem Tieffall- Soundmodul
Video: Flaschen-Container
mit blinkender Punkteanzeige

Großen Spaß dürfte die "virale Nachhaltigkeitskampagne" auch VW Schweden und dessen clevere Werbeagentur bereitet haben. Über 13 Millionen Menschen zauberten sie bislang ein Lächeln ins Gesicht, verknüpft mit einem Image fördernden Effekt. Und wenn nur jeder Zehnte davon über den dahinter liegenden “Lernen mit Spaß bringt mehr“-Aspekt nachdachte: Mission accomplished!

Aufgrund des Erfolgs rief VW einen "Fun Theory Award" aus, an dem man sich bis vor kurzem mit Ideen beteiligen konnte. Dabei kam mir ein Gedanke, der von der VW’schen Verhaltensänderungsabsicht los gelöst zu betrachten ist:

Wie wäre es, wenn jeder ab und an zum Mini-Kreativen wird und sich überlegt, wie er anderen Menschen Spaß und Freude bereiten kann? Das können die kleinsten Dinge sein, z.B. der Kollegin einen Witz erzählen (btw: wann haben Sie Ihren letzten erzählt?), in Power-Point-Präsentationen etwas Humor volles einbauen oder den Partner spontan zu einem Kabarett-Besuch einladen. Was immer Sie sich auch ausdenken, Spaß und Freude ist etwas, das sich doppelt, wenn man es teilt ...


Artikel "Fun Theorie - was Spaß bewirken kann"
... einstellen bei ... Yigg.de ... Webnews.de
... bookmarken bei ... Mr. Wong ... Google ... Oneview



Sonntag, 24. Januar 2010

Annehmen - mit statt dagegen

Je mehr ich die Konzepte dieser Welt reflektiere, umso klarer wird mir ein immer wieder auftauchendes Prinzip zur glücklichen Lebensführung: Dem Annehmen vom Lauf der Dinge, unvorhergesehenen Situationen, Verhaltensweisen anderer und vor allem: sich selbst annehmen!

Widerstand kostet Energie - in der Physik und auch bei unserem Denken. Eckhart Tolle, Autor und spiritueller Lehrer erklärt, wie es zu Widerstand kommt: "Innerer Widerstand entsteht durch mentaleAnnehmen, was ist - löst den Widerstands Urteilen und emotionale Negativität, die das, was ist, verneinen. Das geschieht besonders dann, wenn die Dinge schief laufen“. Annehmen löst den Widerstand und befreit von endlos Schleifen negativer Erinnerungen oder Sorgen über die Zukunft. Mehr im Artikel: Hier und Jetzt.

Wenn es um eine Situation geht, deren Ausgang nicht absehbar ist, sagen gelassene Menschen gerne: "Wie es kommt, so kommts". Religiöse Menschen haben dabei einen besonderen Bonus, denn Studien belegen immer wieder, dass Gläubige durch ihr Gottvertrauen mit Negativem besser fertig werden. Mehr im Artikel: Wer glaubt, wird selig.

"Du kannst die Brandung nicht aufhalten, aber du kannst surfen lernen". Diese Weisheit geht über das Annehmen hinaus und gibt uns gleich noch einen Tipp mit auf den Weg. Die Brandung kann einem nichts anhaben, wenn man oben auf ist. Und bei Wellenreitern denkt man irgendwie auch an Spaß und Leichtigkeit. Du kannst die Brandung nicht aufhalten, aber Du kannst Surfen lernen!Das Geheimnis besteht im Perspektivenwechsel, das Glück im Unglück erkennen. Krise als Chance. Nutzen Sie die (unangenehme) Situation zu Ihrem Vorteil, z.B. bei Job-Verlust eine Betätigung suchen, die noch besser zu Ihnen passt.

Neben dem Annehmen innerer Vorgänge und Situationen, ist das Prinzip "mit statt dagegen" auch ein Schlüssel zu besserer Kommunikation. Anstatt sich in Rechthaberei und dem Überzeugen wollen anderer zu verausgaben (auch das ist Widerstand), ist es besser, mit zu gehen, sich der Situation anzupassen, bis sich eine Gelegenheit zum Lenken ergibt. Wie erfolgreich das ist, erfahren Sie im Buch: Frech, aber unwiderstehlich.


Artikel "Annehmen - mit statt dagegen"
... einstellen bei ... Yigg.de ... Webnews.de
... bookmarken bei ... Mr. Wong ... Google ... Oneview



© Text: Gluexkeks - Bild "Eine ruhige Kugel schieben ..." von grubier und "Surfer boy" von Fishfutter / pixelio.de

Freitag, 15. Januar 2010

Gedanken zum Bruttosozialglück

Inspiriert von einem Diplom-Kaufmann, der mich auf ein sehr interessantes Video zum Thema "Glück" aufmerksam machte.

Glücksökonom Bruno S. FreyMein Artikel beschäftigt sich mit der zweiten Hälfte des 3Sat-Video-Interview zwischen dem Wissenschaftsmoderator Gert Scobel und dem renommierten Züricher Professor Bruno S. Frey (Foto), seines Zeichens Wirtschaftsökonom und Glücksforscher ("Glücksökonom").

In einem Einspieler wurde Bhutan vorgestellt, ein kleines Land zwischen Indien und China. Bhutan wandelte sich 2008 in eine konstitutionelle Monarchie. Erstmals gab es Parlamentswahlen. Das Recht auf Glück wurde als "Bruttosozialglück" in die Verfassung aufgenommen. Politische Entscheidungen werden auf dieses Ziel hin getroffen. Ob das Experiment gelingt, sei offen, hieß es mit Skepsis. So oder so könne das Konzept nicht auf westliche Länder übertragen werden, denn das buddhistische Entwicklungsland sei von äußeren Einflüssen abgeschnitten und materialistisches Denken seit jeher unbekannt (Video).

Ein Staat kann nicht das glücklich Sein von oben vorgeben, bezweifelt auch Professor Bruno S. Frey. Das sei bereits damals bei der französischen Revolution gescheitert. Der Staat kann mit seinen Institutionen aber Grundlagen für ein zufriedenes Leben schaffen. Mitbestimmung, sich am politischen Leben beteiligen zu können und vor allem von Politikern ernst genommen zu werden, das zähle. Ich möchte an der Stelle auch auf genügend Kinderbetreuungsplätze zur Entlastung von alleinerziehenden Müttern und Familien hinweisen. In Dänemark ist das bereits Alltag, um das Land mit den glücklichsten Einwohnern zu nennen.

Glücks-Killer Arbeitslosigkeit: den Job zu verlieren, habe gravierende pBundesagentur für Arbeitsychologisch wirksame Effekte - sich rausgeworfen zu fühlen aus der Gesellschaft sei schlimmer als Einkommensbußen. Hinzu komme der Vergleich mit den anderen, die Arbeit haben. Jetzt könnte ein Umkehrschluss lauten: Wer eine Arbeit hat, ist glücklich. Doch so einfach ist es nicht - Erfüllung und Zufriedenheit im Job, darauf kommt es an. Und das gelingt umso besser, je geringer die materialistische Einstellung ist.

Mit dem Job-Thema endet der Beitrag und in Gluexkeks ratterte es weiter. Sofort war mir mein Artikel "Heiter kommt weiter" präsent, besonders das Zitat aus dem Motivations-Buch: Fish!: "Man hat immer die Wahl, wie man seine Arbeit machen will, auch dann, wenn man sich die Arbeit selbst nicht aussuchen kann." Barbara Fredrickson, eine führende Forscherin der Positiven Psychologie konnte belegen, dass wir auch bei unserem Gefühlsleben eine Wahlfreiheit haben. Sie sagt: "Emotionen sind nicht unkontrollierbar wie das Wetter - jeder erschafft sich seine Wetterlage selbst."

Trotz Mainstream-Glück-Comedy ala Eckart von Hirschhausen merke ich immer wieder, wie wenig diese bahnbrechenden Erkenntnisse von den Erwachsenen verinnerlicht und umgesetzt Schulfach werden. Wie sollen diese das "Saatgut Volksglück" an die Kinder weiter geben? Der Staat ist gefordert in die Glücksbildung der nächsten Generation zu investieren. Ein erstes Schulprojekt an einer Heidelberger Schule, in dem das Fach "Glück" angeboten wurde, zeigte eindeutig positive Wirkungen auf die Persönlichkeitsbildung.

Die Erkenntnisse der Positiven Psychologie flächendeckend in Schulen und Universitäten zu lehren, würde eine Aufwärtsspirale beim Bruttosozial-Glück als auch Bruttosozial-Produkt in Gang setzen, denn:

Nicht Erfolg macht glücklich, sondern Glück erfolgreich ...


Artikel "Gedanken zum Bruttosozialglück"
... einstellen bei ... Yigg.de ... Webnews.de
... bookmarken bei ... Mr. Wong ... Google ... Oneview



© Text: Gluexkeks - Bild "Bruno S. Frey" von bsfrei.ch - Bilder "Die Arbeits-Vermittler" von RainerSturm und "Schulanfang II" von hofschlaeger / pixelio.de

Samstag, 9. Januar 2010

Frech, aber unwiderstehlich

So heißt der Titel eines außergewöhnlichen Buches. Das Lebenswerk des Psychologen Hans-Buch - Frech, aber unwiderstehlich!Ulrich Schachtner ist der "Magische Kommunikations-Stil". Es ist wirklich "Magie", zu wissen, wie die Menschen ticken und mit einem Mal eine Bedienungsanleitung in der Hand zu haben. Diese gilt es auf Humor volle und wohlwollende Art zu nutzen - ideal für Führungskräfte und solche die es werden wollen, Eltern und alle, die Alltag, Beruf und Partnerschaft /-suche mit mehr Erfolg, Humor und Souveränität gestalten wollen. Kleine Warnung vorab: Der "Magische Kommunikations-Stil" (MagSt) führt unweigerlich auch zu mehr Anziehungskraft, die nicht nur Singles bemerken werden ...

Das klingt gut? Bevor sich zuviel Euphorie breit macht, ein kleiner Dämpfer an Menschen der Gattung "Speed-Reader" und "Querleser". Betrachten Sie "Frech, aber unwiderstehlich" als eine Abendstudium ähnliche Weiterbildung mit Mentaltraining und Verhaltensprojekten. Das 516 Seiten-Buch ist sehr pragmatisch und einleuchtend geschrieben, doch mit viel Substanz, die Praxis begleitendes mehrfaches Lesen bedarf. Der Preis von 45,75 Euro ist dafür mehr als gerechtfertigt.

In den ersten Kapiteln werden Ihnen Grundlagen über bewusste und unbewusste Denk- und Emotionsprozesse im Gehirn vermittelt. Hans-Ulrich Schachtner macht Schluss mit Konditionierungen aus der Kindheit, die Otto Normalverbraucher zu angepassten und BRAVen Mitbürgern mit mittelmäßigem Erfolg machen (für Neugierige: "BRAV" ist eine Abkürzung für "B"escheidenheit, "R"echtfertigen, "A"ntworten, sich "V"erpflichtet fühlen). Ebenso gibt er einem die Fernbedienung zurück, die tagtäglich auf subtile Weise unser "Wollen" beeinflusst.

Ab Kapitel drei tauchen Sie ein in den MagSt, sehen durch die "Zoo-Brille", erfahren von magischen Gesetzen, Tipps zur Entwicklung der eigenen Humorfähigkeit und erhalten letztendlich Zugang zu den drei Einfluss-Positionen, die MagSt'ler im Zusammensein mit anderen so unwiderstehlich machen. Es kann gut sein, dass Sie bei dem ein oder anderen Punkt zögern - doch je mehr Sie ausprobieren, umso mehr werden Sie merken: Frechheit siegt - und zwar die von der charmanten Sorte!

Weitere Infos zum Buch "Frech, aber unwiderstehlich"


Artikel "Frech, aber unwiderstehlich"
bookmarken bei ... Mr. Wong ... Google ... Oneview


Sonntag, 3. Januar 2010

Die 72-Stunden-Regel und der 50. Impuls

Das neue Jahr ist gerade 64 Stunden alt. Ich stelle mir vor, wie es all denen geht, die sich zu Silvester einen Vorsatz gefasst haben. Ob sie sich noch daran halten (z.B. nicht mehr rauchen) und bereits nächste Schritte unternommen wurden (z.B. gesünder essen)?

Wer etwas ändern will, sollte innerhalb von 72 Stunden beginnen. Danach wird die Die 72-Stunden-Regel und der 50. ImpulsRealisierung immer unwahrscheinlicher. Ursache hierfür ist die neuronale Struktur in unserem Gehirn mit Straßensystem ähnlichen Verhaltensmustern. Neue Ideen und Vorsätze lassen sich mit Trampelpfaden vergleichen, die allerdings auch schnell wieder verwuchern, wenn Sie nicht genutzt werden.

Lassen Sie sich auf keinen Fall entmutigen, sollten Sie mit der Veränderung scheitern. Vielleicht war die Zeit noch nicht reif dafür. Die Samen sind gesäht! Sie haben erkannt, dass Sie etwas ändern möchten. Was jahrelang zur neuronalen Autobahn geteert wurde, lässt sich nicht einfach von heut auf morgen in ein Naturschutzgebiet umwandeln. Power-Coach Sabine Asgodom gibt allen Gescheiterten einen Lichtblick: spätestens beim 50. Impuls klappts!

8 Stunden bleiben noch für die Neujahrsvorsätze. Ich fasse mich deshalb kurz, denn die Zeit läuft …


© Text: Gluexkeks - Bild "... die Zeit läuft" von Claudia35/ pixelio.de

Sonntag, 27. Dezember 2009

Bilanz ziehen - mehr als nur ein Rückblick

Jahresrückblicke im TV, Firmen machen Inventur und ziehen Bilanz. Wie steht es mit Ihnen, ziehen Sie auch Bilanz? Auf das Jahr zurück blicken und wertvolle Erkenntnisse gewinnen – die Zeit zwischen den Jahren ist prädestiniert dafür. Ein ruhiges Plätzchen gesucht und los gehts!

Schritt 1:
Situation vor einem Jahr beschreiben
Umstände, Gefühle, Erwartungen und sonstige Gedanken – alles, was Ihnen einfällt. Ich verwende die Formulierung Bilanz ziehen - mehr als nur ein Rückblick"beschreiben", denn am wirkungsvollsten ist das Aufschreiben – etwas "schwarz auf weiß" haben dokumentiert alle Aspekte und ermöglicht später noch Ergänzungen. Mit dem ersten Schritt eichen Sie sich für den zweiten Schritt, der Erfassung Ihrer Entwicklung im Vergleich zu damals.

Schritt 2:
Positiv-Negativ-Liste
Teilen Sie nun Ihr Blatt in der Mitte (Strich, Knicken) und schreiben Sie über die linke Spalte "Positives 2009" und über die rechte "Negatives 2009". Den meisten fallen bereits beim Tabelle beschriften die ersten Dinge ein. Alternativ schließen Sie Ihre Augen und lassen den "Film 2009" erneut ablaufen. Schreiben Sie alles, was Ihnen gut gelungen ist, wo Sie glücklich, stolz auf sich, verliebt, begeistert waren, was Sie alles Neues ausprobiert haben, Erkenntnisse, Begegnungen mit interessanten Menschen und und und. Bitte seien Sie im wahrsten Sinne des Wortes kleinlich und dokumentieren auch die "kleinen Dinge", denn die sind oftmals die Größten. Für "Negatives 2009" brauche ich Ihnen keine Anregungen zu geben, denn in der Natur des Menschen liegt es, Negatives viel deutlicher wahrzunehmen.

Schritt 3:
Bilanz ziehen
Kann es sein, dass Ihnen besonders in der linken Spalte viele Dinge eingefallen sind, an die Sie noch vor einer halben Stunde gar nicht dachten? Verweilen Sie ruhig auf der positiven Seite, loben Sie sich und werden Sie sich Ihrer Stärken bewusst. Bei der negativen Spalte fragen Sie sich: Was war mein Anteil daran? Was kann ich tun, um Erlebnisse dieser Art vorzubeugen? Versuchen Sie nun einen treffenden Satz für Ihre Liste zu finden, der alles beschreibt, z.B. "Eine Reise ins Ich", wenn Sie viel gereist sind und sich zudem mit Ihrem Innenleben beschäftigt haben. Der Satz kann natürlich auch länger sein, er sollte nur für Sie passen.

Schritt 4:
Neuen Kurs vorgeben
Wer kein Ziel hat, kann nicht ankommen! Ein Spruch, der es in sich hat. Nutzen Sie die Auf Kurs setzen - wo soll es hingehen?Erkenntnisse aus Schritt 1 bis 3, um einen "Forecast" (wie es im Business-neudeutsch so schön heißt) für das nächste Jahr zu erstellen: Was wollen Sie erreichen? Wo soll die Reise in Job und Privatleben hin gehen? Vielleicht ist Ihnen auch schon ein zusammenfassender Satz für das neue Jahr eingefallen? Dokumentieren!

Bilanz ziehen und den neuen Kurs vorgeben. Nehmen Sie sich die Zeit und verzichten Sie lieber auf Neujahrsvorsätze, denn mit planlosen und ruckartigen Kursänderungen kann man ziemlich schnell baden gehen ...


© Text: Gluexkeks - Bilder "notizen II" von by-sassi und "Kompass" von staumichel / pixelio.de

Freitag, 18. Dezember 2009

Alle Jahre wieder ...

… machen wir uns Gedanken zu Weihnachtsgeschenken. Und das ganz schön Alle Jahre wieder machen wir uns Gedanken zu Weihnachtsgeschenkengründlich. Laut einer Erhebung von Marketagent überlegen Frauen 8 Stunden, Männer 6 Stunden. Das Kaufen dauert bei beiden Geschlechtern noch mal 6 Stunden - einpacken nicht mitgerechnet. Alles in allem ein ganzer Tag (nur die Wachzeit gerechnet). Das Schöne an der "Prozedur": Wir "opfern" die Zeit für Menschen, die wir gerne haben.

… geben wir so einiges aus. 2009 sollen es laut Unternehmensberatung Ernst & Young 226 Euro pro Kopf sein. Mit 57% sind Bücher, Geld und Gutscheine die beliebtesten Geschenke, gefolgt von Kleidung (49%), DVDs und CDs (45%) sowie Unterhaltungselektronik (27%). Die Kunst ist, ein "angemessenes" Geschenk zu finden. Ist es zu wenig, gilt der Schenker leicht als geizig und kann beim Beschenkten zudem ein Gefühl der Geringschätzung hervorrufen (mehr im Artikel "Schenken macht Freude").

… tauschen wir mehr als zu schenken, denn laut Wiktionary ist ein Geschenk die "Übertragung von (verpacktem) Eigentum ohne Erwartung einer Gegenleistung". Stellen Sie sich mal vor, Sie packen am Heilig Abend Geschenke aus und schenken aber nichts zurück. Das könnte die Stimmung durchaus trüben. Klarere Regeln gibt es beim "Wichteln", ein Vorweihnachtsbrauch in Firmen, Vereinen, Schulen. Jeder Teilnehmer muss im Rahmen ein "Geschenk" kaufen, das dann untereinander verlost wird.

… wären weniger hohe Erwartungen mehr. Wochenlang wird auf das Fest der Feste hingefiebert und dann ist es plötzlich da. Man sitzt in einem Meer aus Geschenkpapier, hangelt sich von einer kulinarischen Leckerei zur nächsten und was eigentlich nicht zum Fest der Liebe passt: Es fliegen schon mal die Fetzen! Einer Emnid-Umfrage zufolge sehen 35% der Befragten "zu hohe Erwartungen an die Harmonie" als Hauptursache für Streitereien, 21% "können es sich nicht erklären", für 18% sind es die "Besuchsverpflichtungen", 9% geben dem Alkohol die Schuld und 5% seien so von ihrem Geschenk enttäuscht, das es zum Streit kommt. Leidtragende sind oftmals die Kinder.

Eine "schöne Bescherung"!

Und eine "stille Nacht" - genau das wünsche ich Ihnen :-)


© Text: Gluexkeks - Bilder "Kaufrausch?" und "Oh no!!!" beide von hofschlaeger/ pixelio.de

Mittwoch, 2. Dezember 2009

Vietnam, Land des Lächelns

So hiess der Diavortrag, mit dem ich mich auf meine Reise einstimmte. Wie das mit dem Lächeln so ist, war mir in Vietnam anfangs allerdings nicht so klar. Mir fiel ein ganz spezielles Lächeln auf, das ich bis zu 500 mal am Tag zu sehen bekam, gefolgt von einem "you want to buy something?". Volumen von Magen, Rucksack und Geldbörse erforderten 490 mal ein "no, thank you" als Antwort, worauf das genannte Lächeln gleich wieder erlosch.

Andererseits erinnere ich mich auch an einen älteren taubstummen Wirt eines winzigkleinen einfachen Restaurants in der Kaiserstadt Hue. Wenn man ihm in die Augen sah, sprang so ein herzlicher Funke über. Auch im Umgang mit seiner Familie, die alle in der winzigen Stube präsent waren, zeigte er sein strahlendes Lächeln. Ähnlich herzlich wurden wir von unserer Pensionswirtin aufgenommen. Interessanterweise war Hue der Ort, mit dem günstigsten Preisniveau.

Je mehr ich über das Land und seine Geschichte lernte, umso größer wurde mein Respekt. Erst die Besetzung und Unterdrückung durch die Franzosen und dann der grausame Krieg mit Amerika, in dem viele Vietnamesen ihr Leben ließen. Optimismus und vorwärts schauen statt Selbstmitleid, das ist in diesem Land deutlich spürbar. Das lässt einen dann doch nachsehen, wenn "fliegende Händler" ein wirtschaftlich interessiertes Lächeln zeigen.

Junge Mädels verstecken oftmals ihr lächeln hinter einem Mundschutz . Warum? Um sich vor dem Sonneneinfluss zu schützen, denn das Schönheitsideal ist eine weiße und blasse Haut. Als ich davon erfuhr, konnte ich nicht anders, als mein schmunzel-lächeln aufzusetzen ;-)


© Text: Gluexkeks - Bild "Gesichter Vietnams 10" von Kunstzirkus/ pixelio.de

Sonntag, 22. November 2009

Just do it!

Übermorgen ist es wieder so weit, ich starte zu einer dreiwöchigen Rucksacktour – quer durch Vietnam. "Toll! Ich beneide Dich. Das würde ich auch gern mal machen" Just do it! Starten Sie! Tun Sie's!hörte ich von dem ein oder anderen. Meine Antwort "Machs doch einfach!" trennt die Spreu vom Weizen – in diejenigen, die mit mir nur Vorfreude mäßig mitschwingen und diejenigen, die das wirklich gerne machen wollen. Das Gespräch mit letzteren könnte folgendermaßen weiter gehen:

"Ja, aber ich habe leider nicht mehr genügend Urlaubstage."
"Dann tue's doch einfach nächstes Jahr."
"Ja, aber ich hab das noch nie gemacht."
"Es gibt immer ein erstes Mal. Durch Asien reisen ist so einfach wie durch Deutschland."
"Ehrlich? Das klingt interessant. Aber ich hab keine Ausrüstung."
"Alles was Du brauchst, ist ein großer Rucksack."
"Ja, den hätte ich. Aber ..."

Das "Ja aber"-Spiel könnte sich endlos hin ziehen. Spätestens nach der vierten Schleife breche ich ab. Der / die Gute findet das Neue, Unbekannte zwar interessant, allerdings steuern innere "das kann ich nicht"-Glaubenssätze entgegen oder dem /derjenigen fällt es schwer, sich sofort auf Neues einzulassen und braucht einfach noch Zeit.

"Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht – sondern weil wir es Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht - sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwernicht wagen, ist es schwer." Das Zitat des Philosophen Seneca bringt es auf den Punkt. Soll heißen, wir würden in vielen Dingen gerne weiter kommen oder Neues ausprobieren, tun es nicht und dieser Zustand ist schwer, denn unterschwellig bleibt der Gedanke präsent.

Eine Business-Trainerin verriet mir: "Besonders Frauen trauen sich zu wenig zu". Im beruflichen Bereich machen sie eine Aus-/Weiterbildung nach der nächsten, um sich Kompetenz aufzubauen und dann erst den nächsten Schritt zu wagen. "Just do it!" ist hingegen eher die männliche Einstellung. Mit ein Grund, weshalb Männer schneller vorankommen.

"Just do it!" – mit diesem Slogan spricht Nike seit über 20 Jahren unsere geheimen Wünsche an. Sie können sich Nike-Turnschuhe kaufen, sollten Sie zu denen gehören, die Marketing-Botschaften 1 : 1 umsetzen. Völlig kostenlos hingegen ist es, sich die noch ferne Zukunft vorzustellen, in der Sie am Ende Ihres Lebens auf dem Sterbebett liegen. Blicken Sie zufrieden auf ihr Leben zurück oder gibt es Dinge, die Sie gerne gemacht und sich bloß nie zugetraut haben?

Wir haben nur ein Leben und lieber eine Entscheidung treffen und sie bereuen, als eine Entscheidung niemals getroffen zu haben …


© Text: Gluexkeks - Bild "Kraftakt" von Rebalu, Bild "Alpaka" von Liebesspieler / pixelio.de